Zur Methode - Psychotherapeutische Praxis Dr. Dipl.-Psych. Frank Wendrich

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Zur Methode

Ziel und Zweck einer Psychotherapie ist es, psychische Krankheiten und Störungen zu heilen bzw. eine Besserung zu erreichen. Meist steigt dabei auch insgesamt die Lebensqualität, besonders auch hinsichtlich Ihrer Beziehungen zu anderen Menschen.
Von den gesetzlichen Krankenkassen sowie den meisten privaten Krankenversicherungen sind drei Formen von Psychotherapie für die Kostenübernahme anerkannt: Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, die analytische Psychotherapie sowie die Verhaltenstherapie. In meiner Praxis kommt die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie als Einzel- oder Gruppentherapie zur Anwendung. Sie zählt neben der Verhaltenstherapie zu dem am häufigsten genehmigten Verfahren. Bei einer Verhaltenstherapie wird bei einer eher eingegrenzten Problematik in kürzerer Zeit auf eine Verhaltensänderung hingearbeitet. Die analytische Therapie hingegen ist mit ihrer längerfristigen Ausrichtung v. a. bei tiefgreifenden Störungen der Entwicklung und Persönlichkeit Mittel der Wahl.
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie basiert auf der Annahme, dass im Allgemeinen unbewusste Konflikte und die Verarbeitung wichtiger biografischer Erfahrungen zu krankmachenden Störungen und einer Einschränkung der Lebensqualität führen können. In der Kindheit wurden Bewältigungsstrategien ausgebildet, die aus einer erlebten Beeinträchtigung und Not entstanden und kreativ und überlebensfördernd waren. Diese werden unbewusst im Erwachsenenalter beibehalten sind jedoch im Leben Erwachsener nicht immer angemessen. Auch Beziehungsmuster, die z.B. bei den Eltern entstanden sind, führen wir manchmal in Partnerschaft und Beruf weiter. In der Behandlung geht es darum, den Zusammenhang zwischen aktuellen Konflikten und frühen Erfahrungen bewusst werden zu lassen. Aber auch Ihre Fähigkeiten und Stärken finden Beachtung und werden in der Therapie genutzt.
Der Blick in die Vergangenheit spielt ebenso eine Rolle wie der Blick in die Zukunft. Besonderes Augenmerk ist jedoch auf das Hier und Jetzt gerichtet. Das heißt auf Ihre Symptomatik, Ihr Erleben und Verhalten in Ihrer privaten und beruflichen Situation, besonders aber auch in der Arbeitsbeziehung zu Ihrem Therapeuten. Hier liegt eine wertvolle Chance, dass Sie sich selbst besser verstehen lernen.

Ablauf:
Eine psychotherapeutische Einzelsitzung dauert üblicherweise 50 Minuten, eine Gruppensitzung 100 Minuten und findet einmal pro Woche statt.
Vor Beginn einer Psychotherapie findet zunächst ein Gespräch in der Sprechstunde statt. Darauf folgen 2 bis maximal 4 Probesitzungen (sog. probatorische Sitzungen) statt. Ziel dieser Sitzungen ist die Prüfung der Notwendigkeit einer Psychotherapie und die Möglichkeit zu prüfen, ob Patient und Therapeut gut miteinander arbeiten können (sog. Passung). Grundsätzlich sind die wöchentlichen Termine sehr wichtig für den Behandlungserfolg. Gegen Ende des therapeutischen Prozesses können in der Einzeltherapie auch größere Zeitabstände zwischen den Terminen sinnvoll sein. Der Gesamtzeitraum für eine tiefenpsychologische Behandlung liegt im Durchschnitt zwischen 8 – 24 Monaten. Üblicherweise werden 24 - 60 Sitzungen bei Ihrer Krankenersicherung beantragt.

Chancen und Risiken:
Die Erfolgswahrscheinlichkeit der Behandlung hängt in großem Maße davon ab, ob es zu einer guten Zusammenarbeit zwischen Ihnen und mir als Therapeut kommt, aber auch von der Art der Symptome, wie lange sie schon vorliegen usw. Die Chance einer Besserung liegt je nach Beschwerdebild bei bis zu 85 %.
Im Verlauf des psychotherapeutischen Prozesses werden stets auch schmerzhafte und aufreibende Auseinandersetzungen angestoßen. Dies ist nicht immer angenehm und macht teilweise auch Angst. Symptome können unter Umständen während der Behandlung erst einmal verstärkt auftreten.
Dies zeigt, dass etwas „in Bewegung" kommt. Dann ist es umso wichtiger, dass die gemeinsame Arbeit weitergeht! Sprechen Sie solche Erfahrungen bitte unbedingt in den Sitzungen an.
Auch kann es passieren, dass Sie wütend oder unzufrieden mit mir als Therapeut sind. Dies kann etwas mit den besprochenen Themen zu tun haben. Bitte besprechen Sie solche Gefühle immer in den Sitzungen.

Alternativen: Möglicherweise ist eines der anderen, oben beschriebenen Therapieverfahren für Sie geeigneter oder Ihnen auch lieber. Sie können sich zur Beratung an mich oder auch an einen anderen niedergelassenen Psychotherapeuten wenden, der eines der anderen Verfahren anwendet.
Bei vielen psychischen Störungen können auch Medikamente hilfreich sein als Unterstützung, gelegentlich auch als Alternative zu einer Psychotherapie. Dazu kann Sie am besten ein Facharzt für Psychiatrie beraten.
Manchmal kann eine Paar-, Eltern- oder Familienberatung eine eingefahrene Situation so günstig beeinflussen, dass eine spezielle Psychotherapie nicht mehr nötig ist.

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